IW-Wohnindex Q2/2026 erschienen
Kaufinteressenten profitieren von größerem Angebot, Mietmarkt bleibt angespannt
Der aktuelle IW-Wohnindex für das zweite Quartal 2026 zeigt eine geteilte Entwicklung auf dem deutschen Wohnungsmarkt. Während Kaufinteressenten von einem deutlich größeren Angebot profitieren, steigen die Angebotsmieten weiter spürbar an. Für Eigentümer liefert die Analyse wichtige Hinweise zur aktuellen Marktlage.
Mehr Auswahl beim Immobilienkauf
Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ist das Angebot an Kaufimmobilien seit der Zinswende deutlich gestiegen. Bundesweit werden inzwischen nahezu doppelt so viele Eigentumswohnungen und rund 140 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser angeboten als noch im ersten Quartal 2022.
Diese Entwicklung bedeutet jedoch nicht, dass mehr Wohnraum entstanden ist. Das IW führt das größere Angebot vor allem auf die gesunkene Nachfrage und längere Vermarktungszeiten zurück. Kaufinteressenten profitieren dadurch von einer größeren Auswahl und mehr Zeit für ihre Entscheidung.
Kaufpreise entwickeln sich nur moderat
Die Kaufpreise bleiben bundesweit vergleichsweise stabil. Sowohl Eigentumswohnungen als auch Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal jeweils um 0,8 Prozent.
Regional zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede. Während die Preise in einigen Städten weiter steigen, sind sie in anderen Märkten rückläufig.
Angebotsmieten steigen weiter
Auf dem Mietmarkt setzt sich der Aufwärtstrend dagegen fort. Bundesweit lagen die Angebotsmieten im zweiten Quartal 2026 um 4 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Besonders deutlich fiel der Anstieg laut IW in größeren Städten außerhalb der klassischen Metropolen aus. Köln gehört dabei zu den Städten mit den stärksten Mietsteigerungen.
Gleichzeitig bleibt das Angebot an Mietwohnungen knapp. Nach Angaben des IW liegt die Zahl der Mietinserate bundesweit rund 12 Prozent unter dem Niveau von Anfang 2022. In einigen Großstädten ist das Angebot sogar noch deutlich stärker zurückgegangen.
Was Eigentümer aus der Studie mitnehmen können
Die aktuellen Zahlen verdeutlichen, dass sich Kauf- und Mietmarkt unterschiedlich entwickeln. Wer eine Immobilie kaufen möchte, findet derzeit eine größere Auswahl als noch vor wenigen Jahren. Auf dem Mietmarkt bleibt das Angebot hingegen begrenzt, während die Angebotsmieten weiter steigen.
Die vollständige Analyse des IW-Wohnindex Q2/2026 "Mehr Auswahl beim Kauf, anhaltender Druck auf dem Mietmarkt" finden Sie hier.