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Brachflächen als Bauland aktivieren

NRW-Initiative unterstützt weitere Kommunen

Mehr Wohnungsbau erfordert mehr Baugrundstücke – doch die sind in NRW vielerorts knapp. Dabei gibt es in vielen Kommunen Brachflächen wie beispielsweise ehemalige Industriegelände – doch daraus Bauland zu machen, ist oft keine so leichte Aufgabe. Damit Kommunen diese Herausforderung bewältigen können, unterstützt das Land seit Jahren – jetzt sind weitere Städte dazugekommen.

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt ab diesem Jahr 16 weitere Kommunen bei der Aktivierung von Brachflächen: Durch die Initiative „Go4Bauland“ sollen in den beteiligten Städten brachliegende Grundstücke zu Bauland werden. Bei den auserwählten Städten handelt es sich um Beelen, Bergisch Gladbach, Datteln, Emsdetten, Espelkamp, Gladbeck, Hamm, Heinsberg, Herten, Lippstadt, Senden, Solingen, Viersen, Weeze, Wesel und Wuppertal.

Brachflächen sind die offenen Wunden unserer Städte und Gemeinden“, erinnerte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) bei der Bekanntgabe. „Mit ‚Go4Bauland‘ sollen diese Wunden geschlossen und Brachflächen wieder zu Bauflächen werden. Die weiteren 16 Kommunen werden mit Know-how und Personal seitens NRW.URBAN unterstützt: Es geht um rund 127 Hektar Fläche, die aktiviert werden wollen.“ Bei NRW.URBAN handelt es sich um eine landeseigene Entwicklungsgesellschaft, die im Auftrag des NRW-Bauministeriums agiert.

Die Initiative ist nicht neu (wir berichteten). Sie unterstützt bereits 137 Städte und Gemeinden in NRW dabei, insgesamt 387 Brachflächen mit einer Fläche von zusammen rund 2.077 Hektar als Bauland zu aktivieren. Hintergrund der Bemühungen ist die Tatsache, dass in vielen Gegenden von Nordrhein-Westfalen dringend mehr Wohnraum benötigt wird, der Neubau jedoch durch knappe Baugrundstücke gebremst wird. Die Entwicklung von Brachflächen bietet eine Lösung, fällt den betroffenen Kommunen aber mitunter schwer.

Drei Unterstützungsangebote helfen Herausforderungen zu bewältigen

Die Initiative „Go4Bauland“ hilft den Kommunen gezielt dabei, Hürden bei der Aktivierung von Bauland zu überwinden. Dabei müssen nicht nur planungsrechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für eine Entwicklung der Flächen geprüft werden. Nicht selten müssen sich die Kommunen mit den privaten Eigentümern der Flächen auf eine Perspektive für das betroffene Areal verständigen. Immer wieder geht es um ehemalige Industriegelände, bei denen zunächst Böden auf Altlasten untersucht und ggf. saniert oder Rückbaumaßnahmen umgesetzt werden müssen.

Hierbei unterstützt „Go4Bauland“ die Kommunen mit seinem Baustein „Bau.Land.Partner“. Wenn ein brach liegendes Gelände hohen Aufklärungsbedarf hat und ohne fundierte Planungen und eine Förderperspektive nicht aktiviert werden kann, unterstützt der Baustein „Bau.Land.Partner+“ die Kommunen dabei, Gutachten bzw. Untersuchungen zu beauftragen. Mit dem Baustein „Bau.Land.Potential“ hilft die Initiative den Kommunen bei einer Inventur der Flächen im Stadtgebiet sowie bei der Erarbeitung von städtebaulichen Entwicklungsperspektiven und Planungskonzepten.  

Dieser redaktionelle Beitrag wurde von Haus & Grund Rheinland Westfalen verfasst.

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