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Kunst im Verein

Gertrud Fischer

Augenecho zwischen schwarz und weiß

Unter dem Titel „Augenecho zwischen schwarz und weiß“ eröffnet am Freitag, dem 14.02.2020 um 18:00 Uhr der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein von 1888 in Pulheim eine ganz und gar inspirierende Ausstellung.
Die Kölner Künstlerin Gertrud Fischer ist Malerin, Forscherin und Visionärin gleichermaßen.
Die Werke, die Gertrud Fischer für die Ausstellungsräume in Pulheim zusammengestellt hat, zeigen konsequent ihr künstlerisches Konzept, das sich in Malerei beziehungsweise in Malereiforschung artikuliert. Die Künstlerin verfolgt dabei in immer neuen Ansätzen ihre gestalterische Vision über den Umgang mit Farbe, Strukturen, Tiefenraum und der damit verbundenen Wirkung. Man könnte von einer temporären Adaption sprechen, wenn ein kreativer Geist aus Architekturimpulsen, Licht und Schatten ein Echo in Bildform entwickelt.
Künstlerin zu sein heißt für Gertrud Fischer sich fesseln zu lassen, aber auch sich von ungewöhnlichen Formen und Architekturen Assoziationen zu entleihen. Es werden dann Variationen in den Bildoberflächen und der Fokussierung eines Tiefenraums entwickelt, die von freien Metamorphosen bis zur klassischen realistischen Malerei reichen. Experimente mit Acrylfarbe entstehen, typisch ist für diese Arbeiten unter anderem die exakte Beobachtung der Motive und das Abspeichern von Farbnuancen und Spezifika eines Ortes oder Motives. Bildideen und Farbakkorde antizipieren mal die persönliche Sichtweise und das Augenecho der Künstlerin, können aber auch in einem längeren Prozess zu Werken verwandelt werden, die der Dopplung der Wirklichkeit gleichkommen, wie bei dem Motiv der Kerze klar zu sehen ist.

Pigmente, Acrylfarbe, Stoffe und künstlerische Eingriffe ermöglichen abstrakte Bildkonzepte neben der realistischen Hommage an Architektur und Linie, stets wird die Balance und die Harmonie der Flächenverhältnisse zum obersten Gebot des kreativen Konzeptes erhoben.

Gertrud Fischer ist eine Malerin, die sich gerne selbst austrickst in einer Arbeitsform aus Planung und Spontanität.
Die Technik ist geeignet, sich je nach Thema sowohl auf das zufällige Farbexperiment zu konzentrieren als auch die atmosphärische Magie eines Gebäudes, einer Treppe oder einer faszinierenden Lichtführung auf das Bild zu bannen.
Malen, was ist: Ja diese Künstlerin beherrscht mit großer Neugier sowohl Farbflächen, Architekturmotive als auch Stillleben aber die malerische Aneignung eines Motives basiert stets auf der langen Erfahrung und dem „Wissen der Hände“.
Sie versteht, die Gemälde als eine Summierung von Strukturen, Beobachtungen und farblichen Assoziationen. Eine Sedimentation hauchdünner Schichten ist das abgelegte Ergebnis, dies ist aber zumeist keine Deskription einer gesehenen Tatsache, sondern eine Mischung aus Illusionismus und dem Widerhall eines Bildthemas.
So, als hätte man einem „Augenecho“ gelauscht, werden die Besucher der Ausstellung zu fremden Orten gedanklich wandern oder im Vertrauten das Fremde entdecken lernen.
Es gibt eine Magie hinter den Dingen, die beginnt sich zu zeigen, sofern man das Zauberwort kennt.

Ute Kaldune


Einladung zur Vernissage