Vertragliche Verlängerung einer Gewährleistungsfrist

Wenn einer Baufirma Fehler unterlaufen, hat der Kunde normalerweise fünf Jahre Zeit, seinen Gewährleistungsanspruch geltend zu machen; diese Frist kann ausnahmsweise durch Vertrag verlängert werden (im vorliegenden Fall: auf zehn Jahre), wenn moderne Bautechniken und Baustoffe eingesetzt wurden, bei denen Mängel erfahrungsgemäß oft erst später als fünf Jahre nach der Fertigstellung auftreten.

BGH, Urteil vom 09.05.1996 - Az. VII ZR 259/94

Kategorie: BAU- UND ARCHITEKTENRECHT