Kündigung: "Überlegte" Beleidigungen nicht entschuldbar

Beleidigt ein Mieter seinen Vermieter mit den Worten, er sei dem "organisierten Verbrechen" zuzurechnen und verwendet er Begriffe wie "Betrug" oder "Diebstahl", können diese massiv ehrkränkenden Äußerungen als spontane Reaktion auf ein Verhalten der anderen Person (fast) entschuldbar sein, nicht jedoch in einem Brief.

LG Stuttgart, Urteil vom 10.07.1997 - Az. 6 S 144/97 (= WM 1997, S. 492)

Kategorie: Kündigung/Beendigung des Mietverhältnisses , MIETRECHT