Lebensbedrohliche Krankheit des Schuldners in der Zwangsversteigerung

Das Vollstreckungsgericht muss bei der Durchführung des Zwangsversteigerungsverfahrens unter Abwägung der Interessen der Beteiligten dem Umstand Rechnung tragen, dass die Fortführung des Zwangsversteigerungsverfahrens den Erfolg der Behandlung einer lebensbedrohlichen Erkrankung (hier: chemotherapeutischen Behandlung der Leukämieerkrankung) des Schuldners gefährdet.

BGH, Beschluss vom 21.07.2011 – Az. V ZB 48/10

Kategorie: ZWANGSVERSTEIGERUNG/ -VERWALTUNG