Feuer- und Elementarschadenversicherung: Beweislastverteilung bei behauptetem Einregenschaden nach Anhebung von Dachziegeln durch Sturmeinwirkung

  1. Vom Haftungsausschluss nach § 6 Abs. 3 a) FEVB 2001 sind nur solche Schadensfälle betroffen, in denen sich das Schadensereignis bei natürlicher Betrachtung weit weniger als eigentlicher Elementarschaden darstellt, sondern überwiegend als die Verwirklichung eines im Gebäude selbst angelegten erheblichen Risikos, wobei der Elementargewalt eher die Funktion eines letzten Auslösers zukommt.
  2. Zur Verteilung der Beweislast bei der Anwendung des § 6 Abs. 4 b) FEVB 2001.

OLG Karlsruhe, Urteil vom 30.9.2014 – Az. 12 U 63/14

Kategorie: VERSICHERUNGSRECHT