Auskunftspflicht über Name und Anschrift des Vermieters

Die Beklagte, die als Vertreterin der Vermieter des Klägers zu jedem Zeitpunkt auf Vermieterseite aufgetreten ist, ist nach Treu und Glauben gehalten, dem Kläger darüber Auskunft zu erteilen, wie seine Vermieter korrekt heißen und wie deren Anschrift lautet.

Der Kläger hat auch ansonsten keine Möglichkeit, dies in Erfahrung zu bringen, da ausschließlich die Beklagte ihm gegenüber auftritt. Wie der Kläger zu Recht ausführen lässt, ist es dem Kläger somit nicht möglich, im Bedarfsfalle gegen seine Vermieter zu prozessieren, da er nicht einmal deren Nachnamen korrekt angeben kann. Dies ist unzumutbar und die Beklagte ist gern. § 242 BGB gehalten dem Kläger die entsprechenden Auskünfte zu erteilen. Dass das Mietverhältnis der Parteien Ende April 2005 endet, ändert an dieser Beurteilung nichts. Es ist durchaus denkbar, dass es beispielsweise Streitigkeiten zwischen dem Kläger und seinen Vermietern über die Frage der Rückzahlung der Kaution gibt oder über Nebenkostenabrechnungen, sodass auch in diesem Zusammenhang es durchaus möglich erscheint, dass der Kläger einen Rechtsstreit gegen seine Vermieter führen möchte.

AG Ludwigsburg, Urteil vom 27.04.2005 - Az. 5 C 80/05

Kategorie: MIETRECHT , Allgemeines Mietrecht