Anspruch auf Ersatz entgangener Erträge aus einem gemeinschaftlich verwalteten Grundstück

Ist ein gemeinschaftliches Grundstück einem von zwei zu gleichen Anteilen berechtigten Miteigentümern allein zur Nutzung überlassen, das Entgelt hierfür aber einer späteren Vereinbarung vorbehalten worden, so kann der andere, wenn später keine Einigung erzielt wird, gem. § 745 Abs. 2 BGB ein nach billigem Ermessen dem gemeinschaftlichen Interesse an sachgerechter Verwaltung entsprechendes Entgelt verlangen und hierauf unmittelbar auf Zahlung klagen.

BGH, Urteil vom 17.12.1973 – Az. II ZR 59/72

 

Kategorie: ALLGEMEINES GRUNDSTÜCKSRECHT