Sturmschaden am Haus

11.02.2020

Sturmschäden sofort aufnehmen

Das Sturmtief Sabine zieht ab und hinterlässt jede Menge Schäden. Das müssen Sie nun als Hauseigentümer wissen, um die richtige Hilfe von den Versicherungen zu bekommen.

„Wenn ein Sturm mindestens Windstärke 8 erreicht hat, kommt die Wohngebäudeversicherung für Sturmschäden am Haus auf“, berichtet Konrad Adenauer, Vorstand vom Kölner Haus- und Grundbesitzerverein. Mit Windstärke 11 bis 12 hat der Orkan Sabine diese Werte locker erreicht. „Hauseigentümer sollten ihren Sturmschaden umgehend bei der Versicherung melden“, rät Adenauer. „Einen Handwerker immer erst danach in Absprache mit der Versicherung beauftragen, die Schäden zu reparieren.“

Versicherungstexte genau prüfen

Wenn beim Sturm Möbel oder andere Gegenstände in der Wohnung kaputtgegangen sind, übernimmt die Hausratversicherung den Schaden. „Das gilt aber nur, wenn man nicht leichtsinnigerweise Fenster oder Balkontür während des Sturms offengelassen hat“, erinnert Erik Uwe Amaya, Verbandsdirektor von Haus & Grund Rheinland Westfalen. Sollten Dachziegel, Äste oder ganze Bäume vom eigenen Grundstück auf das Auto des Nachbarn gefallen sein, zahlt dessen Teilkaskoversicherung.

Wichtig: „Die Wohngebäudeversicherung zahlt zwar für Sturmschäden, Wasserschäden übernimmt sie jedoch nur, wenn sie durch Leitungswasser entstanden sind“, ergänzt Amaya. „Wenn der Orkan beispielsweise das Dach beschädigt hat, reguliert die Versicherung den Schaden am Dach.
Auf dem Wasserschaden durch das eingedrungene Regenwasser bleibt man aber sitzen.“ Schäden durch Starkregen oder Hochwasser lassen sich mit einer sogenannten Elementarschadenversicherung abdecken. Eigentümer sollten darauf achten, dass die Versicherung nicht nur bei Überschwemmungen, sondern auch bei Schäden durch Rückstau oder Witterungsniederschläge leistet. Rückstau ist jedoch nur versicherbar, wenn es im Haus eine Rückstausicherung gibt. Weitergehenden Rat bekommen Sie als Vereinsmitglied bei uns.