NRW-Wohnkostenbericht 2021

07.12.2021

Nebenkosten viermal so stark gestiegen wie Miete

Das Wohnen ist in NRW im Jahr 2020 um 1,8 Prozent teurer geworden – obwohl die Kaltmieten mit 0,8 Prozent kaum gestiegen sind. „Der Grund sind die Betriebskosten, die mit 3,3 Prozent gut viermal so stark gewachsen sind, wie die Nettokaltmieten“, sagt Vorsitzender Konrad Adenauer.

Der Landesverband Haus & Grund Rheinland Westfalen, dem der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein angehört, hat die Zahlen im NRW-Wohnkostenbericht 2021 ermittelt, der heute vorgestellt wurde. Demnach gab der Durchschnittshaushalt letztes Jahr monatlich 12,52 Euro pro m² fürs Wohnen aus, davon 7,55 Euro für die Kaltmiete und 4,97 Euro für die Nebenkosten.
 
Der größte Betriebskostensektor sind die Energiekosten (Strom, Heizung, Warmwasser) mit einem Anteil von 51 Prozent an den gesamten Wohnnebenkosten. Es folgen häusliche Dienstleistungen (14 Prozent) und Wasserkosten (11 Prozent). Alle Betriebskostenarten sind 2020 teurer geworden, bis auf die Kosten für Aufzug und Fernsehversorgung (-2,2 bzw. -0,6 Prozent).

Am stärksten gewachsen sind die Ausgaben für Schornsteinfeger (+16,1 Prozent), sonstige Kosten (+13,6 Prozent) und Warmwasser (+10,4 Prozent). Adenauer: „Die gestiegenen Warmwasserkosten liegen vermutlich an einem Corona-bedingten Mehrverbrauch, etwa durch häufigeres Händewaschen, Kochen, Putzen und Spülen daheim."

Den kompletten NRW-Wohnkostenbericht 2021 finden Sie hier zum Download