Neue Regeln Energieausweis

29.04.2021

Ab dem ersten Mai muss der Energieausweis für Haus oder Wohnung zusätzlich Auskunft über den CO2-Fußabdruck des Objekts geben. „Diese Vorschrift aus dem neuen Gebäudeenergiegesetz gilt für alle Energieausweise, die ab dem 1. Mai erstmals oder nach Ablauf ihrer zehnjährigen Gültigkeit erneut ausgestellt werden müssen“, sagt Vorsitzender Konrad Adenauer. „Wer sein Gebäude aktuell nicht verkaufen oder neu vermieten möchte, braucht auch keinen neuen Ausweis“, ergänzt er.

Angabe Emmission Treibhausgase

Schließlich dient der Ausweis zur Vorlage gegenüber Kauf- oder Mietinteressenten. Das muss schon bei der Besichtigung geschehen, nicht erst bei der Vertragsverhandlung. Die Pflicht trifft jetzt auch explizit Immobilienmakler, nicht mehr nur die Eigentümer. „Die Angabe zur Höhe der Treibhausgas-Emissionen ist ab Mai sowohl für einen Energiebedarfsausweis, als auch für einen Energieverbrauchsausweis Pflicht“, erklärt Hauptgeschäftsführer Thomas Tewes. „Dafür wird die Höhe der CO2-Emmissionen aus dem Primärenergiebedarf des Gebäudes errechnet, wenn es sich um einen Bedarfsausweis handelt. Beim Verbrauchsausweis dienen die tatsächlichen Verbrauchswerte als Berechnungsgrundlage.“

Hohe Bußgelder möglich

Beim Verbrauchsausweis gibt es weitere Neuerungen: Wer ihn ausstellt, der muss das Gebäude jetzt auch persönlich ansehen, entweder vor Ort oder durch Fotos. Es muss sich um qualifizierte Fachleute handeln. Die energetische Qualität des Gebäudes muss detailliert beschrieben werden. Dazu gehört der Hinweis auf inspektionspflichtige Klimaanlagen und das Datum der nächsten fälligen Untersuchung. „Eigentümer sollten die Bestimmungen rund um die Energieausweise ernst nehmen, denn bei Verstoß drohen Bußgelder von bis zu 10.000 Euro“, warnt Tewes.