Klimapakt Wohnen gestartet

27.01.2020
Mitinitiatoren Klimapaket: NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, Wolfgang Schuldzinski von der Verbraucherzentrale NRW, Konrad Adenauer für Haus & Grund Rheinland Westfalen und Herrmann Schulte-Hiltrop vom Baugewerbeverband Westfalen (Bild: Haus & Grund Rheinland Westfalen)

Mitinitiatoren Klimapaket: NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, Wolfgang Schuldzinski von der Verbraucherzentrale NRW, Konrad Adenauer für Haus & Grund Rheinland Westfalen und Herrmann Schulte-Hiltrop vom Baugewerbeverband Westfalen (Bild: Haus & Grund Rheinland Westfalen)

Ziel in NRW: Klimaschutz im Gebäudesektor und klimaneutraler Wohnungsbestand

Die NRW-Landesregierung hat gemeinsam mit den Verbänden der Bau- und Wohnungswirtschaft einen „Klimapakt Wohnen“ vereinbart. Haus & Grund Rheinland Westfalen ist mit dabei – Präsident Konrad Adenauer unterzeichnete am 20. Januar die Vereinbarung. Die Beteiligten setzten sich für einen klimafreundlichen Wohnungsbestand in Nordrhein-Westfalen ein. Nicht nur auf dem Bau und beim Wohnen, sondern auch in der Stadtentwicklung möchte sollen geringere CO2-Emissionen erreicht werden.

Verstärkt Wohnungen modernisieren, zugleich jedoch auf die soziale Ausgewogenheit und die Bezahlbarkeit von Wohnraum zu achten — ein erklärtes Ziel der Beteiligten. Konrad Adenauer, Präsident von Haus & Grund Rheinland Westfalen, brachte es auf den Punkt: „Klimaschutz ist nicht zum Nulltarif zu haben. Die Erreichung der Klimaziele im Gebäudebestand erfordert erhebliche finanzielle Kraftanstrengungen, die sowohl von Eigentümerinnen und Eigentümern als auch von Mieterinnen und Mietern zu stemmen sind.“

Die Größe des Kraftaktes verdeutlichte die Landesregierung bei der Auftaktveranstaltung mit aktuellen Zahlen: Im Jahr 2018 gab es in NRW rund 9 Millionen Wohnungen und damit so viele wie nie zuvor. Seit dem Jahr 1987 ist die Zahl der Wohnungen um satte 25 Prozent gestiegen. Trotzdem sind die Emissionen der Haushalte in NRW seit 1990 um 18,5 Prozent gesunken. Dennoch haben die NRW-Haushalte aber vorläufigen Schätzungen zur Folge im Jahr 2018 immer noch rund 30,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ausgestoßen.

Damit sind die Privathaushalte für rund 11,5 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen in Nordrhein-Westfalen verantwortlich, schätzt die Landesregierung. „Hier steckt also noch sehr viel Potenzial, das wir unbedingt heben müssen“, sagte NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU). „Begrünte Vorgärten, Dächer und Fassaden, insbesondere der Einsatz natürlicher und nachwachsender Baustoffe wie Holz, sorgen für gutes Klima.“ Der Weg zu einer treibhausneutralen Welt könne nur gelingen, wenn er von allen mitgetragen werde.