Höhenkonzept: Die Zeit der ständigen Ausnahmen muss endlich vorbei sein!

23.10.2009

Thomas Tewes, Hauptgeschäftsführer des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins, zeigt sich angesichts der erneuten Diskussion über das Höhenkonzept, diesmal am Breslauer Platz, verärgert.
„Es ist unerträglich, wie ständig über Ausnahmen vom Höhenkonzept diskutiert wird. Ich frage mich, wofür es überhaupt beschlossen wurde? Wenn man es nicht einhalten will, dann soll die Politik endlich Farbe bekennen und es wieder abschaffen!“

Das Konzept, welches auch auf den maßgeblichen Druck des Vereins und seines heutigen Ehrenvorsitzenden Hanns Schaefer zustande kam, sei nicht verabschiedet worden, um in irgendwelchen Hinterhöfen Anwendung zu finden. Es gehe doch gerade um die markanten Plätze und Straßen in Köln, um endlich wieder zu einer einheitlichen Geschosshöhe zurückzufinden. Vor allem das Rheinufer sei ein äußerst sensibler Punkt.

Tewes: „Mir ist bisher noch kein Bauprojekt von Bedeutung bekannt, wo nicht ständig das Konzept in Frage gestellt wird. Und immer ist es die gleiche Begründung: Es rechnet sich anders nicht. Wirtschaftliche Aspekte können aber doch nicht der Maßstab unserer Stadtgestaltung sein.“

Tewes bemängelt auch die Ungleichbehandlung von Bauherren. Während bei den privaten Bauherren penibelst auf die „Einhaltung von Punkt und Komma“ geachtet werde, würden sämtliche Regeln bei Investoren außer Kraft gesetzt.

Tewes: „Das ist ein fatales Zeichen. Es signalisiert nach außen hin, dass in Köln nur lange genug verhandelt werden muss, um am Ende seinen Willen durchzusetzen. Würden jedoch einheitliche Regeln für jeden Bauherren gelten, so könne man sich auf diese von vorn herein darauf einstellen. So aber legt man erst mal einen Entwurf vor und hofft, dass am Ende möglichst viel davon übrigbleibt. Das ist keine Baukultur einer Metropole, das ist tiefe Provinz.“

„Köln ist ein attraktiver Ort. Köln zeigt sich in jeder Hinsicht selbstbewusst. Dieses Selbstbewusstsein gehört auch in die Stadtplanung.“