Historische Übergabe

19.11.2020

In einem Verein, der inzwischen schon 134 Jahre existiert, sammeln sich zahlreiche geschichtsrelevante Dokumente an. Unterschiedliches Schriftgut aus verschiedenen Epochen lagert in den Kellerregalen in der Hauptgeschäftsstelle am Hohenzollernring. Einige Papiere wurden seit Jahrzehnten nicht mehr begutachtet und gerieten sogar in Vergessenheit.

Damit das wertvolle schriftliche Gedächtnis des Vereins nicht verstaubt und vor allem vor Verfall und Vernichtung geschützt ist, entschlossen sich der geschäftsführende Vorstand und die Hauptgeschäftsführung die geschichtsträchtigen Unterlagen in die Stiftung des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsarchives zu Köln zu geben. Archivare und Wissenschaftler zeigten mit Beginn des 20. Jahrhunderts wie wichtig es ist, Unternehmens- und Industriegeschichte durch das systematische Archivieren von Unterlagen zu bewahren.

Archivierung und Digitalisierung

Spätestens mit der Gründung des Wirtschaftsarchivs im Jahre 1906, das durch Handelskammern und Unternehmen aus dem Rheinland und Westfalen unterstützt wurde, gab es eine Heimat für diese historischen Quellen.  „Wir freuen uns, dass Unterlagen wie das Gründungsprotokoll von 1888, alte Jahr- und Hausbücher aus dem letzten Jahrhundert und viel andere alte Schätze fachmännisch archiviert und digitalisiert werden“, sagt der Vereinsvorsitzende Konrad Adenauer.

Neben der modernen Aufbereitung und Katalogisierung, gibt es noch einen weiteren Aspekt, der eine Auslagerung des Schriftmaterials plausibel macht: In dem modernen Magazingebäude des Wirtschaftsarchivs im Kölner Norden sind die Unterlagen besser gegen Feuer- oder Wasserschäden geschützt. Das RWWA gewährleistet immer einen freien und offenen Zugang zu allen Beständen. „Es ist uns eine Ehre, das Schriftgut des Vereins zu sichern und zu erschließen, damit es der Öffentlichkeit, insbesondere der Forschung, zugänglich wird“, sagt Dr. Ulrich Soénius, Direktor und Vorstand der Stiftung RWWA, der die Unterlagen persönlich entgegennahm.