Hanns-Schaefer-Preis an Diözesanmuseum Kolumba

18.12.2007

Diozesanbaumeister Martin Struck

Zum 80. Geburtstag bekam Hanns Schaefer, Vorstandsvorsitzender des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins, damals von seinem Vorstand ein sehr außergewöhnliches Geschenk. Der Vorstand stiftete den Hanns-Schaefer-Preis. Vor allem Verdienst um die Stadtbaukultur, die Schaefer besonders am Herzen liegen, sollen mit diesem Preis gewürdigt werden.
Auf der Gründungsfeier des Vereins, traditionsgemäß immer am 13. Dezember eines Jahres, dem Gründungstag des Verein, wurde nun zum dritten Mal in Folge der Preis verliehen. Die Juroren hatten sich mit dem Preisträger ein ganz besonderes Objekt herausgesucht: Das neu erbaute Diözesanmuseum Kolumba der Erzdiözese Köln. Und weil man so ein herausragendes Projekt würdigen wollte, bedurfte es auch eines besonderen Laudators. Diese Aufgabe übernahm sodann der bekannte Journalist der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, Andreas Rossmann, der sich in der FAZ schon über eine ganze Seite dem Museum gewidmet hatte. Der wagte dann auch einen gewagten Blick in die Zukunft und ließ in seiner Rede die 200-Jahr-Feier des Verein Revue passieren. Hier, so sein Wunsch, würde man sich der Beseitigung vieler städtebaulicher Sünden freuen, so z.B., über den Abriss des Archivhauses des WDR oder des Lufthansa Hochhauses. Als ob man dieses nicht erwarten könnte, schallte im ob dieser Vorstellung großer Applaus entgegen. Vor allem aber war er sich sicher, dass auch zu diesem Zeitpunkt noch die herausragende Anpassung des Museum in das städtische Umfeld nach wie vor seine Würdigung finden würde. So ließe sich eben erst aus der Distanz, also aus dem Jahre 2088, die Bedeutung und die Folgewirkung von Bau und mit ihm des Bauherrn für die Stadt ermessen.
Nach der Laudatio überreichte Prof. Dr. Kurt Bartenbach, stv. Vorsitzender des Verein, die Urkunde an Martin Struck, Diözesanbaumeister und zitierte aus der Urkunde: „Der Vorstand
des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888 gibt sich die Ehre der Erzdiözese Köln für den Bau des Diözesan-Museums den HANNS-SCHAEFER-PREIS 2007 zu verleihen. Das Diözesan-Museum vermittelt der Kölner Innenstadt eine gänzlich neue Qualität. Als Museum, Ausgrabungsstätte und Kirche ist es ein Solitär in der Unruhe der Stadt. Die gelungene Kombination aus Moderne und Geschichte bedeutet einen Meilenstein in der Kölner Architektur. Der Preis wird dem Erzbistum auch als Würdigung dafür verliehen, als Bauherr die Stadt in einzigartiger Weise bereichert zu haben.“