Hanns-Schaefer-Preis 2019

18.12.2019

V. l. n. r.: Konrad Adenauer, Kaspar Kraemer, Paul Bauwens-Adenauer und Thomas Tewes

Übergabe Urkunde Kaspar Kraemer (l.) und Konrad Adenauer

Hochwasserpumpwerk an der Schönhauser Str.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Der Kölner Architekt Kaspar Kraemer erhielt während der Gründungsveranstaltung des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins am 13. Dezember 2019 den inzwischen zum 19. Mal verliehenen Hanns-Schaefer-Preis. Der Verein würdigt seine jahrelange Arbeit und sein Engagement für eine menschliche und ästhetische Architektur in der Kölner Stadtentwicklung.

Die Spannung war greifbar, als endlich gegen 21 Uhr der Vorstandsvorsitzende Konrad Adenauer den neuen Träger des Hanns-Schaefer-Preises 2019 verkündigte. Beim Überreichen der Urkunde des mit 5.000 Euro dotierte Preises gab es für den anerkannten Kölner Architekten Kaspar Kraemer lange anhaltenden Applaus. „Er ist ein kritischer und verantwortungsbewusster Stadtbürger“, sagte Adenauer in seinen Ausführungen zur Entscheidung der Jury, „der sich aufgrund seines ästhetischen und architektonischen Verständnisse für städtebauliche Themen im hohen Maße um die Stadt Köln verdient gemacht hat. Ihm gebührt unsere hohe Anerkennung.“
Viele Menschen aus Köln kennen seine Bauwerke, die das Bild der Stadt prägen: Sei es der neue Zugang für den Südturm des Kölner Doms, das Odysseum in Kalk, der restaurierte Gürzenich mit dem gläsernen Aufzug oder das Hochwasser-Pumpwerk am Ende der Schönhauser Straße in Bayenthal –seine architektonischen Spuren fügen sich harmonisch in das bestehende Umfeld ein.
Darüber hinaus zeichnet sich Kaspar Kraemer als kritischer Beobachter des Kölner Bau- und Verkehrsgeschehens aus. Er äußert sich immer wieder in Aufsätzen, Gesprächsrunden und Interviews und macht auf Missstände aufmerksam. Als Mitinitiator des Kölner Stadtmodells hat er die Stadtgestaltung in Köln für jeden Bürger erfahrbar gemacht und einen wesentlichen Schritt vorangebracht. „Kaspar Kraemer ist ein Architekt und Planer, der die Menschen in den Mittelpunkt stellt, nicht das Bauwerk. Dies gilt nicht nur für seine öffentlichen Gebäude, sondern auch bei der Entwicklung von neuen Wohnquartieren“ sagte die anwesende Oberbürgermeisterin Henriette Reker.
Der Laudator Paul Bauwens-Adenauer, Geschäftsführender Gesellschaft des Immobilien- und Bauunternehmens Bauwens, hob besonders seine vielseitigen kulturellen Einflüsse durch sein Elternhaus hervor. Der Vater Wilhelm Kaspar seines Zeichens selber Architekt prägte den Sohn nachhaltig, auch wenn Kaspar Kraemer erst spät zur Architektur gekommen ist. „Mit der liebevollen Restaurierung des klassizistischen Bürgerhauses, Deinem Domizil am Römerturm, hast Du gezeigt wie sehr Du mit einem Schinkel oder Stüler verbunden bist. Doch das Meisterwerk ist und bleibt das Pumpwerk am Rhein“, schloss Bauwens-Adenauer seine Rede.