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Erstes Kölner Wirtschaftsgespräch

11.09.2017
Hauptgeschäftsführer Thomas Tewes, Präsident Claus Tigges, Dr. Hildegard Stausberg, Vorsitzender Konrad Adenauer (v.l.n.r.)

Hauptgeschäftsführer Dipl. Vw. Thomas Tewes, Präsident der Hauptverwaltung in Berlin und Brandenburg Claus Tigges, Dr. Hildegard Stausberg, Vorsitzender Konrad Adenauer (v.l.n.r.)

Volles Haus konnte der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein zu seinem neuen Format „Kölner Wirtschaftsgespräche“ vermelden.

Volles Haus konnte der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein zu seinem neuen Format „Kölner Wirtschaftsgespräche“ vermelden.

Für die Moderation konnte die renommierte Journalistin Dr. Hildegard Stausberg gewonnen werden.

Für die Moderation konnte die renommierte Journalistin Dr. Hildegard Stausberg gewonnen werden.

Volles Haus konnte der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein zu seinem neuen Format „Kölner Wirtschaftsgespräche“ vermelden. In loser Reihenfolge wird der Verein diese Reihe in Zukunft führen. Die Gespräche sollen neben globalen Themen auch immer einen lokalen Bezug haben, denn für die Kölner Bürger ist es von besonderem Interesse, wie sich gesamtwirtschaftliche Themen auch konkret in ihrem Leben widerspiegeln können.

Für die Moderation konnte die renommierte Journalistin Dr. Hildegard Stausberg gewonnen werden. Die erfahrene Journalistin ist dem Verein schon über Jahre hinweg eng verbunden. Besonders zeichnet sie aber für diese Veranstaltung auch ihre enge Verbindung zu Köln aus. Den Auftakt als Gesprächspartner machte der Präsident der Hauptverwaltung der Deutschen Bundesbank Berlin-Brandenburg, Dipl.-Volkswirt Claus Tigges. Der Immobilienmarkt steht seit Jahren unter der ständigen Beobachtung der Deutschen Bundesbank. Denn was ein aus den Fugen geratener Immobilienmarkt anrichten kann, ist uns aus den USA noch in bester Erinnerung. Hier brachte Tigges besondere Kenntnis durch seine jahrelange Tätigkeit als USA-Korrespondent der FAZ mit. Und so lautete auch eine der ersten Fragen direkt, ob es in Deutschland eine ähnliche Immobilienblase gäbe wie derzeit in den USA. Diese Befürchtung konnte Tigges umgehend zerstreuen, denn reine Preisübertreibungen machen noch keine Blase aus.

Vielmehr müsste das Preisniveau dazu geeignet sein, die Finanzstabilität zu gefährden, was vornehmlich durch die Risiken in der Kreditvergabe geschehen kann. Tigges sah zwar das eine oder andere Kreditinstitut dazu bereit, in erhöhtes Kreditrisiko zu gehen, einen dahingehenden Trend unter deutschen Banken mochte er jedoch nicht erkennen.

Auch beim Zinsniveau gab Tigges noch Entwarnung. Es sei nicht zu erwarten, dass sich kurzfristig am niedrigen Zinsniveau etwas ändern werde. Das wollte er jedoch auf mittlere Sicht nicht ausschließen. Vor allem sei damit zu rechnen, wenn sich die Inflationsrate dem von der Europäischen Zentralbank gewünschten Niveau von ungefähr 2 Prozent nähern würde. Dies würde dann auch ein Ende der expansiven Geldpolitik bedeuten.

Vehement sprach sich Tigges gegen die Mietpreisbremse aus. Aus Sicht eines Ökonomen wäre der Preis immer der Ausdruck eines Mangels, und dieser bestünde am Immobilienmarkt in Form von zu wenig Wohnungsangebot. Preisstopps wie die Mietpreisbremse würden jedoch an dem Problem nichts lösen. Wer niedrigere Mietpreise haben wolle, müsse zwangsläufig das Wohnungsangebot erhöhen. Dies sei die einzig wirksame Abhilfe.