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EINLADUNG ZUR VERNISSAGE

15.02.2012

Mit einer überraschenden Ausstellung des Kölner Künstlers Norbert Küpper eröffnet der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein am 24. Februar 2012 um 18 Uhr eine Ausstellung, die von großem Enthusiasmus und von einem dynamischen Erzählkonzept geprägt ist.
Unter dem Titel “A piedi“ beschreibt der Villa Romana Stipendiat Norbert Küpper seine Reiseeindrücke aus dem Ultental. Ihm gelingt ein ungewöhnlicher Spagat, Landschaften die Ewigkeit atmen zu bannen und zwar ohne jede Anknüpfung an kitschige Postkartenszenarien und in einer bildnerischen Sprache voller spontaner Kraft.

Es entsteht unter ganz verschiedener technischer Bearbeitung eine Werkreihe voller lebendiger und unorthodoxer Gedankensprünge und lyrischer Andacht.

Landschaften - wer würde nicht sofort romantische Zartheit oder zumindest Pantheismus erwarten, nein diese Ausstellung bespielt die Räumlichkeiten mit skulpturaler Präsenz von fast magisch verwandelter Ölfarbe. Gebirge, Riesen und kichernde gelbgrüne Flechten haben hier neben lockeren Aquarellen von atemberaubender Schönheit die Regie übernommen. Der Künstler hat in einem zweiwöchigen Experiment, Sonne, Regen und Wetterwechsel in den Alpen erlebt und in seiner Wanderung etwas getan, dass schon vor dem 19.Jhd durchaus ganze Generationen von Malern fasziniert hat:
Gigantomanie und riesiger freier Landschaftsraum, sozusagen die Chance an einem Urzeitspektakel teilzuhaben.

In der Natur und in den Werken dieser Ausstellung spielt die Kraft der Metamorphose eine zentrale Rolle. Norbert Küpper verwebt auf der Leinwand mehrere Schichten Untermalung mit einer letzten Schicht aus verschieden feinen Ölfarben. Durch diesen „Zaubergriff“ erhält er, für den Betrachter völlig unerwartet, eine lebendige Struktur, die die exakten Eigenschaften einer Gebirgsformation aufgreift. Ölfarbe verwandelt sich zu einer skulptural wirkenden Masse auf der Leinwand. Gerade Gesehenes verbindet sich gedanklich mit Eindrücken von vor einer Stunde und die wechselnden Licht und Wolkenarrangements lassen Metamorphose zu einem sehr zentralen Faszinosum werden.
Die Realität scheint mystisch und geheimnisvoll genug, so entscheidet sich der Künstler im doppelten Sinne für den Weg des Unpretenziösen:
A piedi und ohne jede Obsession . Für viele Besucher wird diese Präsentation von kreativer Vielfalt wie eine adäquate Antwort auf die Positionen der Romantiker wirken. Jeder kann hier mit den Augen wandern und mit offenen Antennen und forschendem Blick im bereits Vertrauten Neues entdecken.

Text: Ute Kaldune